Reduzierung von „Taxi-Mamis“

Eine Studie der Uni Wuppertal belegt, dass Grundschulkinder, die zu Fuß zur Schule gehen, sicherer leben als solche, die mit dem Auto gebracht werden. Zudem belastet Autofahren den Verkehr, die Umwelt und den Geldbeutel. In Buchholz ist das Phänomen zu beobachten, dass viele Kinder nicht nur zur Schule, sondern auch zu Freizeitaktivitäten häufig von ihren Eltern mit dem Auto kutschiert werden.

Um diesem Missstand entgegen zu wirken, hat die Buchholzer Liste beantragt, einen Schulwettbewerb zur Reduzierung von „Taxi-Mamis“ durchzuführen und die Einrichtung von Halteverbots- sowie sog. Kiss-and-Ride-Zonen zu prüfen. Zudem wird die Verwaltung aufgefordert, weitere Ideen zur Reduzierung von „Taxi-Mamis“ zu prüfen und vorzuschlagen.

Zur Ratsdrucksache DS 11-16/0800.066

Zum beantragten Schulwettbewerb führte die Verwaltung aus, einen solchen ressourcenbedingt nicht durchführen zu können. Außerdem hielte man den Ansatz für Preisgelder in der aktuellen Haushaltssituation für zu hoch. Mehrheitlich wurde daher beschlossen, das Budget für den Schulwettbewerb von den beantragten 6.000 EUR auf 2.000 EUR zu kürzen und den Wettbewerb in 2016 durch die Schulen selbst durchführen zu lassen.

Die Prüfaufträgen zur Einrichtung von Halteverbots- und Kiss-and-Ride-Zonen sowie zu weiteren Maßnahmen wurden hingegen mehrheitlich beschlossen. In einer Stellungnahme der Verkehrsbehörde vom 07.03.2016 (siehe Ratsdrucksache DS 11-16/0931) wurden diese Punkte aber als nicht realisierbar wieder verworfen.

Die lokale Presse berichtete wie folgt:

„Eltern-Taxis unerwünscht“, Hamburger Abendblatt vom 03.11.2015

„Den Radverkehr stärker fördern“, Nordheide Wochenblatt vom 04.11.2015

„Wenn sich Politiker künstlich dumm stellen“, Nordheide Wochenblatt vom 14.11.2015

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